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Der Harlekin spricht: „Der Abdruck sexueller Gewalt“

Es war nicht nur die Gewalt, die mich verletzt hat.
Es war die Botschaft, die sie in mir hinterließ.

Die Botschaft, dass mein Körper ein Ort sei,
den andere benutzen dürfen,
als wäre er nicht meiner.
Als wäre ich austauschbar, verfügbar,
ein Ding statt ein Mensch.

Mehr als einmal wurde mir gezeigt,
dass meine Abwesenheit bedeutungslos sei.
Das meine Wehrhaftigkeit bedeutungslos ist.
Dass mein Körper nur eine Hülle sei,
die man füllen, formen, beanspruchen kann.
Die man auch in Gegenwart anderer begrapschen kann.

Und diese Lüge hat sich tiefer eingebrannt
als jede Handlung selbst.

Bis heute hallt sie nach –
in Momenten von Nähe,
in Momenten, die eigentlich lustvoll sein sollten.

Ein Echo, das flüstert:
„Du bist dazu da, dass andere nehmen.
Sei verfügbar, auch ohne zu wollen.“
Der Harlekin spricht: „Ich erspar euch den richtig ekelhaften Teil.“

Doch tief in mir weiß ich,
dass es eine Lüge ist.
Ein Echo jener,
die mir meine Würde nehmen wollten.

Und dennoch bleibt das Hadern:
Ob dies wirklich meine Geschichte ist,
oder die einer Person, die ich kenne,
aber nicht ich bin.

Ich sehe den Hall.
Ich höre ihn.
Und vielleicht beginne ich zu erkennen,
dass ich nicht das Echo bin,
sondern der Mensch, der überlebt hat.

Der Harlekin.

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