Der Harlekin spricht: „Fragmente eines InnenLebens“

Ich funktioniere,
in Fragmenten.
Ich fragmentiere,
in Funktionen.

Zustand-Egos,
Ego-Zustand,
die splittern,
zittern,
sich verlieren
wie Funken
meines eigenen Feuers.

Ich fragmentiere,
bis die Stille kommt.
Stiller als die Stille im All.
Stiller als der Tod mit seinem Hall.
Eine Stille, die trügt,
die sich ausbreitet
wie das Meer,
bevor es sich erhebt.
In dieser Stille
liegen Fragmente,
die sich in den Meeresweiten
verloren haben:

Fragmente des Schmerzes,
Fragmente des Hasses,
Fragmente der Wut,
Fragmente der Verletztheit.
Kein Magnet,
der sie anzieht.
Kein Hafen,
der sie sammelt.

Und doch —
ich fragmentiere,
bis ich spüre,
welches Stück
welche Farbe trägt,
welches Schweigen,
welches Zittern,
welche Rolle
noch nach mir ruft.

Ich fragmentiere,
bis ich begreife,
dass Fragmente
keine Feinde sind,
sondern Elemente
des selben inneren Windes,
der mich trägt
und manchmal zerzaust.

Ich fragmentiere,
bis ich verstehe,
dass die Teile meines Selbst
nicht gegeneinander stehen,
sondern warten —
geduldig,
beharrlich,
auf ihren Platz.

Ich fragmentiere,
bis ich kapiere,
dass ich nicht zerfalle,
sondern mich sammle.

Nicht verschwinde,
sondern mich finde.

Nicht breche,
sondern mich baue.

Ich fragmentiere —
und vielleicht,
nur vielleicht,
bin ich am Ende
mehr ganz
als je zuvor.

Und irgendwo,
inmitten all dieser Splitter,
höre ich Ren singen:

„And I‘ve been, so broken,
I‘m picking up fragments of myself
And glue them, back together,
So I can stand on this edge of this world and yell:“

Harlekin! Harlekin, wo ist der Teil für den Lebenssinn?

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